Neuesten Wirtschaftsinformationen
Athener Hängepartie belastet Euro
2012. Februar 6.
Europa New York Europa
(Mo., 8.02) (Fr., Späthandel) (Fr., 17.10)
EUR/USD 1,3062 1,3163 1,3108
USD/JPY 76,71 76,64 76,60
EUR/JPY 100,21 100,83 100,40
EUR/GBP 0,8282 --- 0,8299
EUR/CHF 1,2057 --- 1,2060
Deutsch-französische Konsultationen in Paris
2012. Februar 6.
Die Regierungen von Frankreich und Deutschland kommen heute (Montag) in Paris zusammen, um über ihr gemeinsames Vorgehen in internationalen Krisen zu beraten und eine engere Zusammenarbeit abzustimmen.
Kreditgeber stellen Griechenland Ultimatum bis Montagmittag
2012. Februar 6.
Die internationalen Kreditgeber haben Griechenland ein Ultimatum gestellt.
Bis Montagmittag müssten die Koalitionsparteien mitteilen, ob sie die Sparauflagen im Gegenzug für weitere Finanzhilfen akzeptierten, sagte ein Sprecher der sozialistischen Pasok-Partei am Sonntag. Dann wäre es zeitlich noch möglich, dass die Euro-Arbeitsgruppe in Brüssel über die Absichtserklärung beraten könne. Obwohl sich die drei Parteien am Sonntag auf Kürzungen im Umfang von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einigten, steht ein Ja zu wichtigen Forderungen der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds noch aus. Dabei geht es unter anderem um den Mindestlohn und Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor. In der Nacht sollten die Verhandlungen fortgesetzt werden.
Mitsubishi Motors beendet Auto-Produktion in Westeuropa
2012. Februar 6.
Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors stellt angesichts der sinkenden Nachfrage ab 2013 keine Autos mehr in Westeuropa her.
Die Produktion NedCar im niederländischen Born werde bis Jahresende eingestellt, teilte Mitsubishi am Montag mit. Dort wurden bislang die Modelle Colt und Outlander gefertigt. In dem Werk arbeiten 1500 Menschen. Im Geschäftsjahr per Ende März 2011 machte die Produktion aus den Niederlanden nur noch weniger als fünf Prozent der insgesamt 1,1 Millionen Fahrzeuge aus, die Mitsubishi weltweit herstellte. Zuletzt wurden in Born noch 50.000 Autos hergestellt und damit nur ein Viertel der Kapazität des Werkes.
Die Entscheidung kommt für Branchenkenner nicht überraschend. Mitsubishi hatte bereits angekündigt, den Colt Ende 2012 nicht mehr in Europa zu fertigen. Was nun mit dem Werk geschehen soll, ist nach Firmenangaben noch nicht entschieden. Der europäische Markt werde in Zukunft von Thailand und Japan aus beliefert, teilte Mitsubishi mit.
Deutsche Börse will aus eigener Kraft wachsen
2012. Februar 6.
Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni wirbt nach der geplatzten Fusion mit dem Wall-Street-Betreiber NYSE Euronext mit einer Wachstumsstrategie aus eigener Kraft um die Gunst seiner Aktionäre.
"Wir werden mit Nachdruck unsere Positionen ausbauen, mit Schwerpunkt auf den Bereichen Derivate-Clearing, Risiko- und Sicherheitenmanagement", sagte Francioni in einem vorab veröffentlichten Interview mit der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe). "Darüber hinaus werden wir die Internationalisierung und unser eigenes Wachstum beschleunigen. Wir sind stark genug, auch wenn es jetzt länger dauern wird als mit einer Fusion."
Francioni äußerte Unverständnis über die Entscheidung von EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, den außerbörslichen Derivatehandel der Banken untereinander aus der Marktdefinition auszuklammern. Er könne "beim besten Willen nicht erkennen, wie ein Anteil im einstelligen Prozentbereich an einem Gesamt-Derivatemarkt marktbeherrschend sein soll", sagte er. Wie NYSE-Euronext-Chef Niederauer überlegt auch er, gegen die EU-Kommission deswegen vor Gericht zu ziehen. "Wir behalten uns dies vor", sagte Francioni.
Dollar wird kaum von US-Beschäftigungsdaten profitieren
2012. Februar 3.
Europa New York Europa
(Fr., 8.03) (Do., Späthandel) (Do., 17.15)
EUR/USD 1,3155 1,3144 1,3167
USD/JPY 76,21 76,21 76,16
EUR/JPY 100,25 100,20 100,29
EUR/GBP 0,8314 --- 0,8318
EUR/CHF 1,2056 --- 1,2043
Neue BaFin-Chefin stellt sich hinter deutsche Banken
2012. Februar 3.
Die deutschen Banken werden nach Auffassung der nationalen Bankenaufsicht die notwendigen Kapitalpolster aufbauen können, um der Euro-Schuldenkrise zu widerstehen.
"Aus den Plänen, die uns die Institute vorgelegt haben, geht hervor, dass es ihnen gelingen sollte, die von der (EU-Bankenaufsicht) EBA empfohlene Kapitalisierung aus eigener Kraft zu erreichen", sagte die neue Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Elke König, am Donnerstagabend in Frankfurt. Die EBA fordert von den größten 70 europäischen Geldhäusern eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent, die sie bis Ende Juni erreichen müssen. Sechs deutschen Banken fehlen insgesamt gut 13 Milliarden Euro, der Commerzbank allein 5,3 Milliarden.
Die EBA-Aufseher wollen die Pläne in der kommenden Woche auf ihre Plausibilität überprüfen. Die ehemalige Versicherungs-Managerin König, die am 1. Januar ihr Amt angetreten hatte, verteidigte die Praxis der meisten Banken, Risiken abzubauen, um die Anforderungen zu erfüllen, statt neues Kapital aufzunehmen. "Und letztlich werden sich einige Institute von der einen oder anderen Last befreien, was zu begrüßen ist", sagte sie. Es sei gut, dass Banken sich im Zuge dessen von nicht-strategischen Geschäften - etwa Positionen im Handelsbuch - trennen wollten. "Schließlich sind Krisen das Ergebnis von Übertreibungen. Banken tun daher gut daran, ihr Geschäftsportfolio zu konsolidieren."
Nur ein exzessiver Abbau von Risiken - wie sie etwa in Krediten stecken - wäre gefährlich für die Kreditversorgung der Unternehmen. "Doch eine Kreditklemme erleben wir derzeit nicht", sagte König. Es bestehe kein Grund zur Sorge, dass Privatbanken, Sparkassen und Volksbanken zusammen weniger Kredite vergäben.
König übte offen Kritik am Stresstest der EU-Aufsicht. Sie hoffe, dass die neue Londoner Behörde Lehren aus den Problemen im vergangenen Jahr gezogen habe. Sie kündigte an, sich auf der europäischen Ebene weiter für die Interessen Deutschlands einzusetzen. Die deutsche Aufsicht war im Ausland immer wieder angeeckt, weil sie auf die Besonderheiten des dreigliedrigen Bankensystems pochte. Nun habe die EU den nationalen Aufsehern bewusst Handlungsspielräume genommen.
"SOLVENCY II IST ZU KOMPLEX"
Die neue BaFin-Chefin verlangte Freiheiten bei der geforderten strengeren Regulierung von Banken, die auf nationaler Ebene so wichtig sind, dass sie nicht pleitegehen dürfen. Dazu dürften in Deutschland etwa ein Dutzend Institute zählen. Als international systemrelevant werden nur Deutsche Bank und Commerzbank eingestuft. Sie müssen voraussichtlich von 2015 an mehr Kapital vorhalten als andere Banken.
De Maiziere - US-Truppenabzug aus Deutschland nicht dramatisch
2012. Februar 3.
Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat Verständnis gezeigt für den geplanten Abzug von US-Soldaten aus Deutschland.
"Der Abbau der Soldaten von etwas über 40.000 auf gut 35.000 ist nicht dramatisch", sagte de Maiziere am Donnerstagabend in Brüssel. Europa und Deutschland blieben dennoch der strategisch wichtigste Stationierungsort für die USA außerhalb Amerikas. "Ich habe keinerlei Grund, an der Nato-Verpflichtung und an der inneren Bindung Amerikas an Europa zu zweifeln." Es sei verständlich, dass die USA zusätzliche Herausforderungen im Pazifik sähen, sagte de Maiziere am Vorabend der Münchener Sicherheitskonferenz, an der auch US-Verteidigungsminister Leon Panetta und Außenministerin Hillary Clinton teilnehmen werden.
Panetta hatte vergangene Woche Einsparungen von fast einer halben Billion Dollar im Verteidigungshaushalt für die kommenden zehn Jahre angekündigt. Zu dem Plan gehört der Abzug von zwei der vier Kampfbrigaden aus Europa. Betroffen sind die deutschen Standorte Grafenwöhr in Bayern und Baumholder in Rheinland-Pfalz. Kritiker in den USA werfen der US-Regierung vor, damit das Verhältnis zu den europäischen Bündnispartnern in der Nato zu belasten und die Fähigkeit zur Verteidigung der Militärallianz in Europa zu untergraben.
Fed-Vertreter fordert weitreichende geldpolitische Lockerung
2012. Februar 3.
Ein Spitzenvertreter der US-Notenbank Federal Reserve fordert sofortige und weitreichende geldpolitische Lockerungen zur Ankurbelung des Arbeitsmarktes.
Der Präsident der Fed von Chicago, Charles Evans, sagte am Donnerstag, dass er für diesen Zweck auch eine neue Runde der umstrittenen Anleihenankäufe der Zentralbank befürworten würde. Zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit seien aggressive Schritte der Notenbank erforderlich. Im Dezember betrug die Arbeitslosenquote in den USA 8,5 Prozent. Evans ist in diesem Jahr kein Mitglied des Fed-Offenmarktausschusses, der für die Geldpolitik verantwortlich ist. Andere Fed-Vertreter sind deutlich zurückhaltender, was neue Konjunkturhilfen angeht. Sie fürchten, dass diese die Inflation hochtreiben.
Die Fed hatte in der vergangenen Woche überraschend angekündigt, den Leitzins bis mindestens Ende 2014 nahe null Prozent zu halten. Zudem ließ Fed-Chef Bernanke die Tür für weitere geldpolitische Schritte wie weitere Wertpapierkäufe offen.
Deutsche Dienstleister wittern wieder Morgenluft
2012. Februar 3.
Die deutschen Dienstleister sind gut ins Jahr gestartet und setzen auch künftig auf bessere Geschäfte.
Trotz stagnierender Aufträge schufen sie neue Jobs, wie am Freitag aus einer Markit-Umfrage unter 500 Firmen hervorgeht. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für Januar stieg nach endgültigen Berechnungen auf 53,7 von 52,4 Punkten und damit auf den höchsten Wert seit Juni 2011. Das Barometer signalisiert ab der 50-Zähler-Marke Wachstum. Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist hellten sich spürbar auf und fielen so optimistisch aus wie seit Juli nicht mehr.
"Dank florierender Geschäfte im Service-Sektor und robuster Produktionssteigerungen in der Industrie hat sich die deutsche Privatwirtschaft im Januar weiter von den übrigen Schwergewichtsländern der Eurozone abgesetzt", betonte Markit-Ökonom Tim Moore. Der Composite Index, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, stieg deutlich um 2,6 auf 53,9 Punkte. Im Service-Sektor legten die Geschäfte bei Vermittlern von Finanzdienstleistungen, bei Firmen der Post & Telekommunikation sowie in den Bereichen Vermietung & unternehmensnahe Dienstleistungen zu. Hotels & Gaststätten sowie Transporteure und Firmen der Lagerhaltung hingegen mussten Einbußen hinnehmen.
Wie seit zwei Jahren setzte sich der Beschäftigungsaufbau zwar fort, verlor jedoch erneut an Tempo und fiel so schwach aus wie zuletzt im Juli 2010. Als Grund dafür nannte Markit die "unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen".
Chef der Sicherheitskonferenz warnt vor Angriff auf Iran
2012. Februar 3.
Unmittelbar vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz hat deren Leiter Wolfgang Ischinger vor einem Militärschlag gegen den Iran gewarnt.
"Das wäre der Bankrott der Politik und der Diplomatie", sagte Ischinger am Freitag im Deutschlandfunk. Es müsse in München darüber geredet werden, ob nach einem Scheitern diplomatischer Bemühungen noch andere als militärische Optionen im Atomstreit mit dem Iran möglich seien. Israel fühlt sich durch das Atomprogramm der Islamischen Republik bedroht und hat einen Angriff auf deren Nuklearanlagen nicht ausgeschlossen. US-Verteidigungsminister Leon Panetta rechnet nach Informationen der "Washington Post" bereits im Frühjahr mit einem Schlag der Israelis.
Ischinger plädierte als Alternative zu einem Militäreinsatz für eine Politik der Abschreckung gegenüber dem Iran. Eine derartige Strategie habe sich im Kalten Krieg bewährt, und er könne nicht erkennen, dass sie nicht auch gegen die Führung in Teheran funktionieren werde. Der Erfolg einer Militäraktion sei nicht garantiert, zudem würden dadurch die Feindseligkeiten im Nahen Osten nur erhöht, warnte Ischinger. Auch müsse abgewartet werden, ob nicht die verschärften Sanktionen ihre Wirkung zeigten. Die Europäische Union hat ein Importverbot für iranisches Öl beschlossen, das am 1. Juli in Kraft treten soll.
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro kommt am Mittag etwas zurück.
2012. Februar 2.
Europa Europa New York
(12.45) (8.20) (Late Trad.)
EUR/USD 1,3144 1,3169 1,3161
USD/JPY 76,12 76,14 76,20
EUR/JPY 100,08 100,30 100,39
EUR/GBP 0,8301 0,8314 --
EUR/CHF 1,2057 1,2062 --
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Warten auf den Schlussakkord zum Griechenland-Paket
2012. Februar 2.
Die Anzeichen für einen baldigen Abschluss der Verhandlungen über eine Rettung Griechenlands mehren sich - doch der letzte Federstrich fehlt noch immer.
Sowohl die Gespräche über einen Forderungsverzicht der privaten Anleihen-Gläubiger wie auch die Gespräche der Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB über ein zweites Rettungspaket stehen nach Angaben Beteiligter kurz vor dem Abschluss. Der scheidende Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann, der auch beim Internationalen Bankenverband IIF an der Spitze steht, sprach von einem Schuldenschnitt von 70 Prozent und mehr. Mit Blick auf den großen Griechenland-Gläubiger EZB forderte er, alle müssten sich an der Entlastung beteiligen. Auf eine nahe Einigung deutet auch ein Treffen der Finanzminister der Euro-Länder am Montag in Brüssel hin, bei dem es um das Griechenland-Paket gehen dürfte.
Damit scheint sich die wochenlange Hängepartie zur Rettung des völlig überschuldeten südeuropäischen Euro-Landes dem Ende zuzuneigen. Mit einer abschließenden Vereinbarung zum Forderungsverzicht der privaten Anleihengläubiger sei noch in dieser Woche zu rechnen, erklärte der IIF, der für die privaten Banken die Verhandlungen mit der griechischen Regierung führt. Beide Seiten seien einer Einigung sehr nahe. Dies haben sie allerdings in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt.
Ähnlich äußerte sich Ackermann auf und am Rande seiner letzten Bilanzpressekonferenz als Chef der Deutschen Bank. Eindringlich warnte er vor einer ungeordneten Staatspleite Griechenlands, von der hohe Ansteckungsgefahren ausgehen würden. "Wenn Griechenland fallen sollte, ist nicht auszuschließen, dass Portugal der nächste Kandidat auf dieser langen Liste ist", sagte er. Auch von einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone hält er nichts. "Jeder, und nicht nur die privaten (Gläubiger), muss einen Beitrag leisten", forderte der Banker.
Von einer zweiten Verhandlungsfront kamen weitere günstige Signale. In den Gesprächen über die Voraussetzungen für ein zweites Rettungspaket von IWF und Europäern, das mit dem Forderungsverzicht der privaten Gläubiger verknüpft ist, seien nur noch drei oder vier Punkte offen, sagte ein Sprecher der griechischen Regierung.
Dotcom-Boom 2.0 - Facebook startet Rekord-Börsengang
2012. Februar 2.
Facebook hat mit seinem Countdown zum Rekord-Börsengang einen neuen Rausch in der Internet-Branche wie an der Wall Street ausgelöst.
Gut zehn Jahre nach dem Absturz vieler Dotcom-Firmen der ersten Generation könnte die weltgrößte Kontaktbörse bis zu zehn Milliarden Dollar von Geldanlegern einsammeln - so viel wie kein anderes Internet-Unternehmen zuvor. Das vom ehemaligen Psychologiestudenten Mark Zuckerberg vor ziemlich genau acht Jahren ersonnene Facebook würde damit auf bis zu 100 Milliarden Dollar Marktwert taxiert und sogar Technologieriesen wie HP und Siemens in den Schatten stellen. Der 27-jährige Zuckerberg will Facebook, das mit der Vernetzung seiner fast 850 Millionen auskunftsfreudigen Nutzer vor allem an Werbegeldern verdient, auch als Börsenkonzern weitgehend in Eigenregie führen. Er sichert sich durch eine Mehrheit der Stimmrechte praktisch die vollständige Kontrolle über den Internet-Senkrechtstarter.
Zuckerberg verfügt dem Antrag zur Börsenzulassung zufolge über 56,9 Prozent der Stimmrechte und kommt so um eine Reihe von Pflichten herum, die Anleger-Vertreter in den vergangenen Jahren für eine größere Transparenz erkämpft hatten. Im Prospekt heißt es wörtlich: Zuckerberg werde sämtliche Angelegenheiten, die von Aktionären gebilligt werden müssen, sowie das allgemeine Management und die Führung des Unternehmens kontrollieren. Zuckerberg hat sich von mehreren ihm wohl gesonnenen Investoren - vor allem Wagniskapitalgebern - Stimmrechte übertragen lassen. Ähnlich waren die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page vorgegangen, und auch schon die Sulzberger-Familie folgte einst bei der "New York Times" einer solchen Strategie.
Mit seiner Kontrollmehrheit muss Zuckerberg keinem unabhängigen Komitee die Aufsicht über sensible Angelegenheiten wie die Höhe von Gehältern übergeben. Zugunsten des Börsengangs will Zuckerberg, der spätestens durch den Oscar-gekrönten Hollywood-Film "The Social Network" über die Entstehungsgeschichte des Konzerns weltweit bekannt wurde, bei seinem eigenen Gehalt erst einmal zurückstecken.
Dax steigt leicht - Deutsche Bank Schlusslicht
2012. Februar 2.
Kursverluste bei der Deutschen Bank haben am Donnerstag den Aufwärtstrend im Dax abgebremst.
Der Leitindex notierte am Nachmittag 0,3 Prozent höher bei 6635 Punkten, nachdem er am Vortag noch 2,4 Prozent hinzugewonnen hatte. Die Aktien der relativ stark gewichteten Deutschen Bank waren mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 33,61 Euro mit Abstand größter Verlierer, nachdem der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann für das vierte Quartal unerwartet einen Verlust vermelden musste.
Sony mit Milliardenverlust- Neuer Chef soll's richten
2012. Februar 2.
Nach einem weiteren Milliardenverlust bei Sony liegen die Hoffnungen des japanischen Elektronikkonzern auf dem designierten Chef Kazuo Hirai.
Der einst für innovative Produkte wie den Walkman berühmte Unternehmen erwartet nun für das Gesamtjahr 2011/12 einen Verlust von umgerechnet 2,9 Milliarden Dollar. Als Grund führte Sony am Donnerstag den starken Yen, die maue Konjunktur und die Produktionsausfälle wegen der Fluten in Thailand an. Branchenkenner werfen der bisherigen Konzernführung aber auch schwere Managementfehler vor und verweisen auf den enttäuschenden Absatz von Digitalkameras und Spielkonsolen. "Sony hat es nicht geschafft, sich zu erneuern", urteilt Analyst Hisashi Kuroda.
Sony fuhr in den eigentlich besonders lukrativen Monaten Oktober bis Dezember einen operativen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar ein. Im Schnitt hatten Analysten den Japanern im dritten Geschäftsquartal einen Gewinn zugetraut. Der prognostizierte Milliardenverlust für das Gesamtjahr fiel dabei doppelt so hoch aus als erwartet. Auch die Folgen des verheerenden Erdbebens und Tsunamis machten sich weiter bemerkbar. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, dass Sony Verluste macht. Trotz aller Schwierigkeiten stellte Finanzchef Masaru Kato für das im April beginnende Geschäftsjahr 2012/13 einen operativen Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar in Aussicht.
Das Unternehmen räumte ein, dass seine Kunden weniger Sony-Produkte kaufen als erwartet. So schraubte der Konzern seine Absatzprognose für Digitalkameras um zwei Millionen auf 21 Millionen Stück für das Gesamtjahr zurück. Auch die einst heiß gefragte Spielkonsole Playstation findet weniger Käufer als erhofft: Hier rechnet Sony nun noch mit 14 Millionen verkauften Geräten statt der bisher angepeilten 15 Millionen.
Münchener Rück stuft Gewinndelle als Einmalschaden ein
2012. Februar 2.
Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück peilt nach einem Gewinnrückgang 2011 für das laufende Jahr wieder Milliardenüberschüsse an.
Das vergangene Jahr mit seinen zahlreichen Großschäden sei absolut ungewöhnlich gewesen, sagte Finanzchef Jörg Schneider am Donnerstag. Für 2012 stellte er wieder einen Gewinn von etwa 2,4 Milliarden Euro in Aussicht. "Das ist kein hartes Ziel, aber die Größenordnung passt", sagte er in einer Telefonkonferenz.
Ihre Aktionäre will die Münchener Rück nichts von dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr spüren lassen. Der Konzern schütte wie zuvor 6,25 Euro je Anteilschein aus - und geht damit ans Eingemachte: Die Dividendensumme von 1,1 Milliarden Euro übersteigt den Jahresgewinn von 710 Millionen Euro, der binnen Jahresfrist um fast drei Viertel geschrumpft war. Dass die Münchener Rück überhaupt noch etwas verteilen hat, ist zu einem guten Teil dem Finanzamt zu verdanken: Gut eine halbe Milliarde Euro an Steuerertrag verbuchte der Versicherungsgigant, da er Verluste durch Erdbeben, Wirbelstürme und Überflutungen von der Steuer absetzen konnte. Das Prämienvolumen des Gesamtkonzerns kletterte um neun Prozent auf 29,6 Milliarden Euro.
KATASTROPHEN IN DER NATUR UND AM KAPITALMARKT
Die teuren Naturkatastrophen rund um den Globus und die Staatschuldenkrise machten 2011 für die Münchener Rück dennoch zu einem rabenschwarzen Jahr. "Ein Jahr wie 2011 haben wir noch nicht erlebt - extreme Belastungen durch Naturkatastrophen und dazu die Finanzkrise, die nach einer leichten Erholung in 2009 und 2010 nun wieder verstärkt aufgeflammt ist", erklärte Finanzchef Jörg Schneider. Allein die Erdbebenschäden in Japan und Neuseeland kosteten die Münchner 1,5 Milliarden Euro. Dennoch rentierte sich das Geschäft mit der Rückversicherung: Das Segment warf trotz einer miserablen Schaden-Kosten-Quote von 113,6 Prozent immer noch 770 Millionen Euro Gewinn ab.
DEVISEN/Euro steigt mit Hoffnung auf Lösung in Athen - Yen fest
2012. Januar 31.
Europa New York Europa
(Di.,8.02) (Mo.,Späthandel) (Mo.,17.15)
EUR/USD 1,3180 1,3141 1,3110
USD/JPY 76,28 76,33 76,73
EUR/JPY 100,55 100,33 100,11
EUR/GBP 0,8376 --- 0,8360
EUR/CHF 1,2053 ---
TOP-THEMA-Griechenland-Paket soll diese Woche stehen
2012. Januar 31.
Die Euro-Länder wollen die Hängepartie um das neue Rettungspaket für Griechenland in den kommenden Tagen beenden.
Das Land soll für neue Kredithelfen aber auf Drängen Deutschlands schärfer an die Kandare genommen werden. Unter den Geberländern mache sich "Frustration" breit über den mangelnden Fortschritt bei der Haushaltskonsolidierung und Reformen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem EU-Gipfel am Montag in Brüssel. Auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, Kommissions-Chef Jose Manuel Barroso und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy forderten eine rasche Einigung. Während Sarkozy davor warnte, das Land unter Kuratel zu stellen, verteidigte Merkel die Forderung nach einer schärferen Kontrolle der Regierung in Athen.
Im Kampf gegen die Schuldenkrise wollen die Euro-Länder in Zukunft nicht nur auf eisernes Sparen setzen, sondern auch für mehr Wachstum sorgen. Das soll aber nicht mit staatlichen Konjunkturprogrammen, sondern mit vielen einzelnen Projekten und den vorhandenen EU-Fördergeldern erreicht werden. Zudem gaben 25 der 27 EU-Staaten grünes Licht für den neuen Fiskalpakt zu strikterer Haushaltskontrolle. Die Euro-Länder segneten auch den Vertrag zur vorzeitigen Einführung des permanenten Rettungsschirms ESM im Juli ab.
S&P: Gesundheitskosten gefährden Ratings von G20-Ländern
2012. Januar 31.
Steigende Gesundheitskosten gefährden der Ratingagentur Standard & Poor's zufolge die Bonitätsnoten einiger G20-Länder.
Sollten einige Industrienationen in Europa, aber auch Japan oder die USA die Ausgaben für ihr Gesundheitswesen nicht in den Griff kriegen, könnten sie ab 2015 heruntergestuft werden, teilte die Agentur am Montag mit. Ab 2020 könnte die Anzahl der Länder mit Ramschstatus steigen. Die Ausgaben für das Gesundheitswesen würden in Industrienationen aufgrund der alternden Bevölkerung in Zukunft deutlich steigen. Die Sozialsysteme würden dann überfordert, Reformen seien nötig, erläuterte S&P.








